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Ladestationen in der Nähe: Kosten, Karten & Tipps fürs E-Auto

Freddie Alfie Howard Harrison • 2026-05-14 • Gepruft von Hannah Fischer

Jeder E-Auto-Fahrer kennt das: Die Batterie zeigt nur noch 20 %, und die nächste Ladestation muss schnell gefunden werden. Aber wo lädt man am günstigsten, und braucht man wirklich eine teure Ladekarte? Dieser Leitfaden gibt Antworten – mit konkreten Kosten, Tipps zum Bezahlen ohne Karte und Empfehlungen, die auf dem aktuellen Markt basieren. Im Schnitt kostet eine Kilowattstunde an öffentlichen Ladesäulen etwa 0,45 € (ADAC (Automobilclub)).

Durchschnittlicher Preis pro kWh an öffentlichen Ladesäulen: ca. 0,45 € ·
Anzahl öffentlicher Ladepunkte in Deutschland: über 100.000 ·
Durchschnittliche Ladezeit für 100 km (50 kW): ca. 30 Minuten ·
Jährliche Kosten bei 15.000 km (öffentlich geladen): ca. 900 € ·
Anteil der Ladesäulen mit Kartenzahlung: seit Juli 2023 Pflicht

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Seit Juli 2023 müssen neue Ladesäulen Kartenzahlung (EC/Kredit) akzeptieren (ADAC (Automobilclub))
2Was unklar ist
  • Ob alle Debitkarten (Visa/Mastercard) an jeder Ladesäule funktionieren – teils nur EC-Karte (ADAC (Automobilclub))
3Zeitleisten-Signal
  • Seit Juli 2023: EU-Verordnung schreibt Kartenzahlung an neuen Ladesäulen vor (ADAC (Automobilclub))
4Wie es weitergeht
  • Ab 2024 könnten dynamische Preise wie bei enercity in Hannover üblich werden (ADAC (Automobilclub))

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:

Durchschnittspreis pro kWh ca. 0,45 €
Anzahl öffentlicher Ladepunkte in DE über 100.000
Ladezeit für 100 km (50 kW) ca. 30 Minuten
Jährliche Kosten (15.000 km, öffentlich) ca. 900 €
Günstigste Ladekarte (Stand 2025) ADAC e-Charge: 0,39 €/kWh ohne Grundgebühr
Günstigste Ladestation in München ab 0,29 €/kWh (Ladeguru (Preisvergleichsportal))

Was kostet 1 kWh an der Ladesäule?

Die Preise an öffentlichen Ladesäulen variieren stark – je nach Anbieter, Ladeleistung und Vertragsmodell. Ein Überblick über die aktuellen Tarife zeigt, wo Sie am günstigsten laden.

Was kosten 100 km mit dem Elektroauto?

Ist E-Auto-Laden billiger als Tanken?

  • Benzin (7,5 l/100 km, ca. 1,80 €/l): 13,50 €
  • Diesel (6,5 l/100 km, ca. 1,70 €/l): 11,05 €
  • E-Auto öffentlich AC: 6,80–8,50 € – Ersparnis 30–50 % gegenüber Benzin
  • E-Auto Schnellladung: 10,20–14,45 € – je nach Tarif teurer als Diesel (Check24 (Vergleichsportal))
Fazit: Der E-Auto-Fahrer spart beim Laden zuhause oder an günstigen AC-Säulen deutlich. Wer jedoch viel schnelllädt, kann schnell auf Diesel-Niveau kommen – der Tarif entscheidet.

Die Kosten variieren stark – wer flexibel ist, kann viel sparen.

Kann ich auch ohne Ladekarte laden?

Ja, das geht – und wird seit Juli 2023 durch die EU-Verordnung sogar zur Pflicht an neuen Ladesäulen. Welche Optionen Ihnen ohne Vertragskarte zur Verfügung stehen, zeigt dieser Abschnitt.

Kann ich mit EC-Karte oder Debitkarte bezahlen?

  • Neue Ladesäulen (seit Juli 2023) müssen kontaktloses Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte akzeptieren (ADAC (Automobilclub))
  • Ältere Säulen: oft nur per App oder Ladekarte – EC-Karte nicht immer akzeptiert
  • Debitkarten (Visa/Mastercard) funktionieren nicht überall – manche Betreiber verlangen die reine EC-Karte (girocard) (ADAC (Automobilclub))

Welche Zahlungsmethoden gibt es an Ladesäulen?

  • Ladekarte (vom Anbieter)
  • App (QR-Code scannen, z. B. via EnBW, Shell, Ionity)
  • EC- / Kreditkarte (kontaktlos, PIN)
  • Ad-hoc-Laden ohne Vertrag: per App mit einmaliger Registrierung (Verivox (Vergleichsportal))
Das sollten Sie wissen

Ad-hoc-Laden per App ist zwar bequem, aber oft teurer als mit einer günstigen Ladekarte. Wer nur gelegentlich lädt, kann dennoch auf Karte verzichten – die Preisdifferenz ist bei wenigen Ladevorgängen gering.

Kartenzahlung wird Pflicht, aber die Umsetzung ist noch nicht überall einheitlich.

Welche Ladekarte für E-Autos ist die beste?

Die Antwort hängt von Ihrem Fahrprofil ab: Viel- oder Wenigfahrer, zuhause oder unterwegs. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Tarife und ihre Kosten.

Anbieter / Tarif Grundgebühr AC-Preis / kWh DC-Preis / kWh Besonderheit
ADAC e-Charge 0 € 0,39 € (Aral pulse) 0,55 € (Aral pulse) / Roaming 0,75 € Nur für ADAC-Mitglieder (Verivox (Vergleichsportal))
EnBW mobility+ S 0 € 0,59 € (EnBW) 0,59–0,89 € (Roaming) Keine Grundgebühr (GoingElectric (Spezialportal für E-Mobilität))
EnBW mobility+ M 5,99 € 0,49 € (EnBW) 0,59–0,89 € (Roaming) Günstiger für Vielnutzer (GoingElectric (Spezialportal für E-Mobilität))
Elli Base 0 € variabel variabel Flexibler Tarif, Laufzeit 1 Monat (Verivox (Vergleichsportal))
Elli Ionity Boost 5,99 € 0,49 € (Ionity, Plug & Charge) Ideal für Ionity-Nutzer (Verivox (Vergleichsportal))
E.ON More 6,99 € 0,49 € (E.ON/Partner) 0,53 € (Roaming) Gute Netzabdeckung (Verivox (Vergleichsportal))
MVV eMotion Plus 0 € (für MVV-Kunden) 0,41 € (MVV) 0,59 € (Roaming) Regional günstig in Mannheim (Verivox (Vergleichsportal))
Tesla Supercharging (Mitglied) 9,99 € ca. 0,42–0,55 € Nur für Tesla-Fahrer (ADAC (Automobilclub))

Welche Ladekarten gibt es?

  • ADAC e-Charge (ohne Grundgebühr, günstig für Wenig- und Vielfahrer)
  • EnBW mobility+ (zwei Tarife: ohne/mit Grundgebühr)
  • Elli (Volkswagen-Gruppe, flexible Tarife)
  • E.ON More (gut für Roaming)
  • Tesla Supercharging (nur für Tesla)
  • Regionale Anbieter wie MVV, enercity, Stadtwerke

Wie viele Ladekarten sollte man haben?

  • Für Wenigfahrer: eine Karte ohne Grundgebühr (z. B. ADAC e-Charge oder EnBW S) reicht meist
  • Für Vielfahrer: Kombination aus einer Karte mit Grundgebühr (EnBW M, Elli Ionity Boost) und einer kostenlosen Zweitkarte für Roaming-Fälle (Verivox (Vergleichsportal))
Der optimale Mix

Ein Allrounder: ADAC e-Charge für günstiges AC-Laden + EnBW mobility+ M für Schnellladungen bei Ionity oder Aral pulse – so zahlen Sie selten mehr als 0,55 €/kWh.

Mit der richtigen Kartenkombination lassen sich die Ladekosten deutlich senken.

Wie finde ich Ladestationen in Google Maps?

Google Maps ist ein praktisches Werkzeug, um Ladestationen in der Nähe zu finden – und das direkt auf dem Smartphone. So nutzen Sie die Funktion optimal.

Wie kann ich Ladestationen entlang meiner Route anzeigen?

  • Schritt 1: Google Maps öffnen und “Ladestation” in die Suche eingeben
  • Schritt 2: Nach Auswahl einer Station die Route eingeben – Google Maps zeigt unterwegs Ladestopps an
  • Schritt 3: Filter nutzen: nach Steckertyp (Typ2, CCS, CHAdeMO) und Ladeleistung (ADAC (Automobilclub))

Gibt es Alternativen zu Google Maps?

  • ChargeFinder (schnelle Übersicht, Filter nach Anbieter)
  • ADAC Karte (kostenlos, mit Bewertungen und Echtzeit-Verfügbarkeit)
  • PlugShare (Community-gestützt, weltweit)
  • Ladeguru (Preisvergleich für Ladestationen)
Fazit: Google Maps ist hervorragend für die Routenplanung, aber für Preisvergleiche oder Stecker-Filter sind spezialisierte Apps wie ChargeFinder oder ADAC Karte oft genauer. Werden Sie nie ohne eine Zweit-App losfahren.

Für die Routenplanung reicht Google Maps, für den Preisvergleich lohnt sich eine Zweit-App.

Wie lädt man ein Elektroauto im öffentlichen Raum auf?

Der Ladevorgang ist einfacher als gedacht – wenn man die richtigen Schritte kennt und die Steckertypen unterscheiden kann.

Welche Steckertypen gibt es?

  • Typ 2 (AC, bis 22 kW): Standard für Langsamladen, an fast jeder Ladesäule
  • CCS (DC, bis 350 kW): Schnellladestandard für neuere E-Autos
  • CHAdeMO (DC, bis 50 kW): vor allem bei japanischen Modellen (z. B. Nissan Leaf) (ADAC (Automobilclub))

Wie funktioniert der Ladevorgang Schritt für Schritt?

  1. Station finden: per App oder Google Maps
  2. Parken: so nah wie möglich am Ladegerät, Ladeklappe öffnen
  3. Authentifizieren: Ladekarte vorhalten, App öffnen oder EC-Karte nutzen
  4. Stecker einstecken: korrekten Typ wählen, bis zum Einrasten drücken
  5. Laden starten: am Display oder in der App bestätigen
  6. Ladevorgang beenden: an der Säule entriegeln, in der App oder per Karte
  7. Stecker zurückhängen: nicht auf den Boden legen (ADAC (Automobilclub))
Wichtig zu wissen

Lassen Sie Ihr Auto während des Ladens nie unbeaufsichtigt, wenn Kinder oder Tiere im Spiel sind. Und schließen Sie die Ladeklappe immer, bevor Sie losfahren – viele Unfälle passieren durch vergessene Kabel.

Ein sicherer Umgang mit dem Ladekabel vermeidet Schäden und verlängert die Lebensdauer.

Bestätigte Fakten und was unklar ist

Bestätigte Fakten

  • Seit Juli 2023 müssen neue Ladesäulen Kartenzahlung akzeptieren (ADAC (Automobilclub))
  • ADAC e-Charge ist derzeit der günstigste Tarif ohne Grundgebühr (Verivox (Vergleichsportal))
  • An Schnelladesäulen (≥50 kW) laden die meisten E-Autos in 20–40 Minuten auf 80 % (Check24 (Vergleichsportal))

Was unklar ist

  • Ob alle Debitkarten (Visa/Mastercard) an jeder Ladesäule funktionieren – teils nur EC-Karte (ADAC (Automobilclub))
  • Wie sich die Strompreise an Ladesäulen in den nächsten Monaten entwickeln – Experten rechnen mit stabilen bis leicht steigenden Preisen (ADAC (Automobilclub))
  • Ob Ladekarten von Drittanbietern an allen Roaming-Partnern zum gleichen Preis laden – oft gibt es Zuschläge (Verivox (Vergleichsportal))

„Wer sein E-Auto überwiegend an öffentlichen Ladesäulen lädt, zahlt im Schnitt etwa 45 Cent pro Kilowattstunde.“

ADAC-Experte für Elektromobilität (ADAC (Automobilclub))

„Durch dynamische Preise könnten Kunden beim Laden bis zu 45 Prozent sparen – allerdings mit einer Obergrenze von 0,67 Euro pro Kilowattstunde.“

Enercity-Sprecher (ADAC (Automobilclub))

Der Trend zu flexiblen Preismodellen wird das öffentliche Laden günstiger machen – doch nur für die, die sich vorbereiten. Für den Durchschnittsfahrer in Deutschland ist die Empfehlung klar: eine günstige Ladekarte ohne Grundgebühr (ADAC e-Charge oder EnBW S) besorgen, Google Maps mit einer Spezial-App kombinieren und immer einen Blick auf den aktuellen Strompreis werfen. Wer das ignoriert, zahlt schnell 0,85 €/kWh an der Schnellladesäule – und dann ist das E-Auto teurer als ein Diesel.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ein Hybridauto an derselben Ladesäule laden?

Ja, Plug-in-Hybride können an jeder öffentlichen Ladesäule mit Typ-2-Stecker laden. Die maximale Ladeleistung ist oft auf 3,7 kW begrenzt, aber der Vorgang ist identisch.

Lohnt sich ein Ladekarten-Abo für Wenigfahrer?

Eher nicht. Wenigfahrer (weniger als 10-mal öffentlich laden im Monat) fahren mit einem Tarif ohne Grundgebühr günstiger, selbst wenn die kWh etwas teurer ist.

Wie schnell lädt mein Auto an einer 100-kW-Ladesäule?

Das hängt vom Auto ab. Ein modernes E-Auto (z. B. VW ID.4, Tesla Model 3) lädt an 100 kW von 10 auf 80 % in etwa 30–35 Minuten. Der Ladevorgang wird ab 80 % langsamer, um die Batterie zu schonen.

Welche Ladekarte für Hybridfahrzeuge ist empfehlenswert?

Für Hybride mit kleiner Batterie reicht eine Karte ohne Grundgebühr wie ADAC e-Charge oder EnBW mobility+ S. Da selten schnellgeladen wird, sind hohe DC-Preise irrelevant.

Gibt es Ladestationen in Irland und wie finde ich sie?

Irland hat ein wachsendes Netz öffentlicher Ladestationen, besonders um Dublin und an Hauptverkehrsstraßen. Nutzen Sie die App „ChargePoint Ireland“ oder Google Maps mit dem Filter „EV charging“.

Was kostet das Aufladen einer E-Auto-Batterie von 0 auf 100 %?

Für ein typisches E-Auto mit 60-kWh-Akku: zuhause (0,30 €/kWh) etwa 18 €, an der öffentlichen AC-Säule (0,45 €/kWh) rund 27 €, an der Schnellladesäule (0,70 €/kWh) etwa 42 €. Die tatsächlichen Kosten hängen vom genauen Tarif ab.

Kann ich mein Auto mit einer Debitkarte aufladen?

An neueren Ladesäulen (seit Juli 2023) ja, aber es kann sein, dass nur die reine Girocard (EC-Karte) akzeptiert wird. Visa/Mastercard Debit funktioniert nicht überall. Am besten vor Ort die Zahlungsmethode prüfen.

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